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Gelebte Integration beim „Opfer-fest“ in Ehra-Lessien

EHRA-LESSIEN. Auch nach Stilllegung der Flüchtlingsnotaufnahme in Ehra-Lessien leben weiterhin 33 ausländische Mitbürger aus Kriegs- und Krisengebieten in Privatquartieren in der Gemeinde. Für sie und alle ehrenamtlichen Helfer, die dies ermöglicht haben, richtete der Förderverein „Ehra-Lessien – ein Dorf ein Team“ jetzt ein Fest im Garten des neuen Bürgertreffpunkts „Mosaik“ aus.

Zum Anlass genommen wurde das in der vergangenen Woche weltweit gefeierte islamische „Opferfest“, da viele der Neubürger Muslime sind. Dabei wird des Propheten Ibrahim gedacht, der bereit war seinen Sohn  Ismael zu opfern, um sein Gottvertrauen zu beweisen. Das Opfer wurde ihm erlassen – und so entstand das Opferfest. „Die muslimische Überlieferung entspricht der biblischen Geschichte von Abraham und seinem Sohn Isaak“, erklärt Vereinsvorsitzende Jenny Reissig, „deshalb fanden wir, dass dies für uns alle ein Anlass zum Feiern sein könnte.“

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Rund 80 Gäste kamen, die ein reichhaltiges Büffet mit Speisen verschiedener Nationen genossen.  Jede brachte etwas mit, am Ende reichte der Platz kaum, für Schlemmereien wie Taboulé, Hummus, Bulgur-Bällchen, aber auch für deutschen Kartoffelsalat und leckere Nachspeisen. Aus Spenden des Fördervereins, der evangelischen Flüchtlingshilfe und eines Privatmanns finanziert wurden zudem rund 30 Kilo Lammfleisch, zehn Kilo Hühnerbrust und 30 Hühnerschenkel, die von der in Ehra lebenden Tunesierin Olfa Zaibi aufs Köstlichste auf arabische Art am Grill zubereitet wurden.

Am Ende eines fröhlichen Festmahls begannen Männer und Kinder aller Nationen und vieler Sprachen ganz spontan ein gemeinsames Ballspiel. „Das hat mir am besten gefallen“, freut sich Jenny Reissig. „Das ist für mich gelebte Integration

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2016-09-30

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