Verlegung Landesstraße und Anschlussstelle A39

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Anfang des Monat stellte die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr durch den Leiter Herrn Mühlnickel der Gemeinde Ehra-Lessien die geänderten Pläne vor (siehe Schaubild 1).

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Mit der neuen Planung ist man teilweise auf die Vorschläge der Gemeinde, die als Stellungnahme schon 2006 an die Landesplanungsbehörde gesandt wurde, eingegangen (Orange Linie im Schaubild 1).

Die Gemeinde  freut sich über die neue Entwicklung, doch gehen ihr die Änderungen nicht weit genug. Positiv hervorzuheben ist die nördliche Verschiebung der  geplanten Autobahnanschlussstelle und die damit verbundene Verlegung der Landesstraße 289. Aus Sicht der Gemeinde und vieler betroffener Bürger geht sowohl die Autobahn, als auch die neue Landesstraße zu dicht an der Wohnbebauung vorbei.

Weiterhin ist keine Brücke an der alten Landesstraße zwischen Ehra und Lessien geplant, so dass auch räumlich die Orte von einander abgeschnitten sind. Für PKW´s wird hier kein Problem gesehen, aber die Fußgänger und Radfahrer, die z.B. zu Kindergarten, Schule, Sportverein oder andere freizeit- und zwischenmenschliche Aktivitäten wollen, können dann diese direkte Verbindung nicht mehr nutzen.

Durch Ehra wird nach der Planung kein großer Durchgangsverkehr stattfinden, aber für den Ortsteil Lessien gibt es immer noch keine zufriedenstellende Lösung.

Auf der letzten Ratssitzung waren diese neuen Entwicklungen Gesprächsthema und viele Bürger machten ihrem Unmut Luft. Roger Funke, einer der Sprecher für die Betroffenen Grundstückseigentümer im Wohngebiet Brisein, übergab Bürgermeisterin Jenny Reissig ein Schreiben mit 50 Unterschriften und ihren Planvorstellungen (Schaubild 2).

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Ihre Forderungen decken sich größtenteils mit den Vorstellungen der Gemeinde. Bürgermeisterin Jenny Reissig schlug dem Rat vor, gemeinsam mit Vertretern der Bürgerinitiativen, Jägerschaft, Landwirten und Ratsmitgliedern eine Stellungnahme zu den neuen Plänen zu erarbeiten und diese bei einem persönlichen Termin beim Leiter der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr abzugeben und zu erörtern.

Eile ist hier geboten, da die Nds. Planungsbehörde beabsichtigt, im Mai beim Bund das Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Der Rat folgte dem Vorschlag und in Kürze wird zu dieser Arbeitskreissitzung geladen.


2012-02-23

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